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FITNESS IN DEUTSCHLAND

Entwicklung – Fitness-Markt in Deutschland


Im Jahr 2019 waren mehr als 11,6 Millionen Deutsche Mitglied in einem Fitnessclub. Die neuesten Marktdaten belegen, dass der deutsche Fitnessmarkt im Jahr 2019 seinen Wachstumstrend fortsetzen konnte und mit 11,66 Millionen Mitgliedschaften, 9.669 Fitnessanlagen und einem erwirtschafteten Gesamtumsatz von 5,51 Milliarden Euro in allen wesentlichen Kennzahlen neue Höchstwerte verzeichnete1.

Quelle: https://www.dssv.de

Die Fitnessketten verzeichnen Umsatzwachstum

Ähnlich wie auch 2018 zeigte sich auch 2019 ein Großteil des Wachtsums im Fitnessmarkt (z.B. anhand der Mitgliederzahlen) bei den Fitnessketten. Einen wesentlichen Zuwachs bekamen dabei die Anbieter aus dem Niedrigpreissegment wie beispielsweise die RSG Group, clever fit, FitX und EASYFITNESS. Sie sichern sich zudem den Großteil des Gesamtmarktes. Zudem entfielen die meisten Anlageneröffnungen auch im Jahr 2019 auf sogenannte Mikrostudios, die ihr meist spezialisiertes Angebot einer Fläche von weniger als 200 m2 anbieten. Die sind insbesondere die EMS-Anbieter, die wieder einen starken Anlagenzuwachs verzeichnen können. Zudem zeigt sich, dass ein Großteil der Kunden bereit ist, für ein besonderes Fitnesserlebnis einen vergleichsweisen hohen Preis zu zahlen2.

Die Mitgliederzahlen steigen weiter

Beobachtet man die Entwicklung der Mitgliederanzahlen (z.B. in den vergangenen 30 Jahren), zeigen diese ein noch stärkeres Wachstum im Vergleich zu den neu eröffneten Studios und Anlagen. Im Jahr 2018 wurde erstmalig die Grenze von 11 Millionen Mitgliedern in deutschen Fitness-Anlagen erreicht. Im Jahr 1988 waren es laut der Eckdaten rund 1,5 Millionen Mitglieder. Dies bedeutet einen Zuwachs von durchschnittlich etwa 300.000 Mitgliedern pro Jahr3.

 

Schaut man einmal zurück, dann konnte die Branche besonders starke Wachstumsjahre in den 90er Jahren verzeichnen. Der aktuelle jährliche Zuwachs ist also fast so hoch wie eine der ersten Schätzungen aus 1980. Gründe hierfür können auch aber andere Betrachtungen der Zählweise sein, wie z.B. durch eine veränderte Betrachtung durch die Wiedervereinigung. So ist also auch das Marktpotenzial hinsichtlich der Mitglieder in deutschen Fitness-Anlagen höher zu bewerten. Weiter konnten staatliche Förderprogramme beansprucht werden, um ein Fitnessstudio (z.B. in den neuen Bundesländern) zu eröffnen. Entsprechend der kleineren Flächen war auch die Mitgliederzahl pro Anlage deutlich geringer. Im Jahr 2018 zählte eine Fitness-Anlage im Durchschnitt 1.187 Mitglieder. Im Vergleich dazu verzeichnete eine Anlage vor 30 Jahren durchschnittlich 389 Mitglieder, was etwa einem Drittel der Mitgliederzahl heutiger Anlagen entspricht. Durch eine andere Kostenstruktur, wie beispielsweise die geringeren Raumkosten, war diese Mitgliederzahl 1988 jedoch nicht ungewöhnlich. Fast die Hälfte aller Anlagen zählte damals weniger als 300 Mitglieder. Zum Vergleich: Aktuell weisen Anlagen im Mikrosegment durchschnittlich 248 Mitglieder auf3.

 

Quelle: Fitness, Management, Markt, DSSV | 24.03.2019

Die deutsche Fitness-Wirtschaft im 21. Jahrhundert

Gezielte Werbemaßnahmen und bessres kundenorientiertes Marketing fördern den Zuwachs bei den Spezialanbietern, die sich auf beispielsweise auf Gesundheitsförderung oder einzelne Bevölkerungsgruppen wie Frauen oder Senioren fokussiert haben. In den letzten Jahren differenziert die Fitnessbranche sich immer weiter und schließt gleichzeitig immer weitere Bereiche ein. So bekommen Wellness und Gesundheitsmanagement, als auch die Ernährungsberatung wieder neuen Aufwind, was dazu führt, dass auch das Angebot zur nachhaltigen und gesunden Gewichtsreduktion stetig wächst. Viele Fitnessstudios bieten metabolische Untersuchungen an, die im Fokus haben, Abnehmwilligen ein individuelles Sportprogramm und einen Ernährungsplan an die Hand zu geben. 

 

Hier steht das Thema „Individualismus“ für viele Kunden immer mehr im Vordergrund.  Dies führt dazu, dass auch das Personal Training an Bedeutung erhält, und so der Fitnessindustrie einen weiteren Wachstumsschub ermöglicht. Insgesamt vermerkt die deutsche Fitnessbranche in den letzten Jahren eine kontinuierliche Entwicklung.

Mehr Beschäftigte in der Fitnessbranche

Mit der Zahl der Fitnessanlagen wächst auch die Zahl der Mitarbeiter: Diese erhöhte sich um 2.500 auf 212.400 Mitarbeiter, die 2018 in der Fitness- und Gesundheitsbranche tätig waren. Neun von zehn Fitnessanlagen beschäftigen vor allem fest angestellte Mitarbeiter. Einzelbetriebe haben im Durchschnitt 8,3 FTE, Kettenbetriebe 6,6 FTE und Mikrostudios 1,1 Mitarbeiter fest angestellt4.

 

 

Die Branche setzt auch immer mehr auf Studenten. Fast die Hälfte (49,4 Prozent) aller Fitnessanlagen beschäftigt 2 bis 9 dual Studierende. Inzwischen ist ein Fünftel der Mitarbeiter in der Branche Akademiker4. Zudem steht eine individuelle, aber auch zielgerichtete Weiterbildung im Fokus. 94,8 Prozent aller Studios haben ihren Mitarbeitern eine Weiterbildung ermöglicht.

Weitere interessante Kennzahlen

  • Durchschnittsalter der Mitglieder in Fitnessanlagen steigt weiter: 40,8 Jahre
  • Mit 55,5 Prozent ist die Mehrheit der Mitglieder weiblich
  • Mitglieder trainieren im Schnitt 1x pro Woche im Fitnessstudio
  • Mitgliedschaft über 12 Monate ist die am häufigsten angebotene Vertragslaufzeit
  • Durchschnittlicher Monatsbeitrag für die Gesamtbranche (besonders bei den Kettenbetrieben) ist gesunken auf 43,35 Euro

 

 

 

 

 

Quellen:

1: Die Ergebnisse wurden in einer Studie gemeinsam vom DSSV - Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen, dem Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) erhoben.

2: Statista.com: „Fitnessanbieter mit den höchsten Mitgliederzahlen in Deutschland im Jahr 2018“

3: https://www.fitnessmanagement.de/

 

4: DSSV-Eckdatenstudie 2019

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