ERNÄHRUNG UND IMMUNSYSTEM

ERNÄHRUNG UND IMMUNSYSTEM


ERNÄHRUNG – BEWEGUNG – FRISCHE LUFT – SCHLAF – FASTEN – ENTSPANNUNG!

Alles gute Schlagwörter für ein gesundes Immunsystem. Wenn es um unser Immunsystem geht, dann spielt nicht nur die Ernährung eine große Rolle, also was wir essen und was wir nicht essen. Auch unsere Physischer Zustand, also wie viel Sport wir treiben und wie fit wir sind und uns fühlen sind immens wichtig. Plus unser Stresslevel. Stress macht unser Immunsystem kaputt und lässt uns schlecht schlafen. Eine Nacht schlecht geschlafen, also eine Nacht ohne Tiefschlafphase führt zu einem erheblichen Mangel an sog. Fresszellen, die dafür sorgen, dass Eindringlinge, wie Viren oder Bakterien, effizient getötet, also gefressen werden.

 

In unserem Körper findet ständig eine Kommunikation innerhalb der Zellen und zwischen den Zellen statt. Zum Beispiel, wenn wir von einer Mücke gestochen werden, dann verwandelt sich der kleine Einstich in eine mehr oder minder große Beule. Das ist das Signal eures Körpers, dass das Immunsystem dort auf Hochtouren läuft und uns beschützt. Das Immunsystem besteht in erster Linie aus Millionen von weißen Blutkörperchen, die durch unsere Adern, aber auch unser Lymphsystem strömen. Auch Leukozyten genannt. Wie Security-Mitarbeiter scannen sie stätig ihre Umgebung ab. Treffen Sie auf bestimmte Stoffe, dann wird die Armada der weißen Blutkörperchen binnen Minuten „kampfbereit“ gemacht. Wir nennen das Immunantwort. Je nach „Angriff“ benötigen wir unterschiedliche „Kämpfer“. Grundlegend unterteilen wir die Leukozyten in zwei Zelltypen: Phagozyten und Lymphozyten. Die Phagozyten sind die, die die Eindringlinge verspeisen. Die Informationen darüber geben diese dann weiter an die Lymphozyten. Ein Teil der Lymphozyten, die T-Zellen, suchen dann ganz gezielt nach infizierten Zellen und bringen diese um. Zeitgleich: B-Zellen und Helfer-T-Zellen produzieren dann spezielle Proteine,  sogenannte Antikörper. Jedes Antigen passt einzigartig zu einem Antikörper.

 

Fieber ist übrigens ein gutes Zeichen für ein gutes Immunsystem. Pro angestiegenem Grad verdoppelt sich die Immunabwehr. Also Fieber muss nicht immer gleich gesenkt werden. Gleiches gilt für eine Schwellung. Diese sendet Signale an die Phagozyten, die dann vermehrt kommen und die Eindringlinge töten. Unsere Antikörper haben übrigens so etwas wie ein Gedächtnis. Unser Immunsystem kann, bei erneutem Eindringen, die alten Informationen reaktiveren und sofort wieder die richtigen Antikörper an den Ort des Geschehens schicken.

ESSEN FÜR DAS IMMUNSYSTEM


Hier gilt: umso bunter, desto besser – also Obst und Gemüse in allen Variationen und möglichSt viel Rohkost. Warum? Einige Vitamine sind hitzeempfindlich und können beim Erwärmen zerstört werden. 

 

Wichtige Mikronährstoffe im Überblick:

  • Vitamin A
  • Vitamin B6
  • Vitamin B12
  • Vitamin C 
  • Vitamin D
  • Vitamin E
  • Zink 
  • Selen
  • Eisen
  • Kupfer
  • sekundäre Pflanzenstoffe
  • Polyphenole

Besonders enthalten in

  • Brokkoli
  • Kohl
  • Karotten
  • Tomaten
  • Knoblauch
  • Spinat
  • Zitrusfrüchte
  • Dunkle Beeren und Trauben
  • Nüsse

 

TIPPS UND EMPFEHLUNGEN


Beeren sind reich an sekundären Pflanzenstoffen, welche gesundheitsfördernde und antimikrobielle Wirkungen haben. Der sekundäre Pflanzenstoff Anthocyan verleiht den Früchten ihre intensive Farbe, wirkt entzündungshemmend und stärkt ein schwaches Immunsystem:

 

Zwiebeln, Knoblauch und Bärlauch wirken präventiv gegen Erkältungskrankheiten und zusätzlich, falls die schon ausgebrochen sein sollten. Hier spielt das Alliin eine besondere Rolle, das das Immunsystem stärkt. In Zwiebeln ist zusätzlich das bakterien- und virenbekämpfende Flavonoid Quercetin enthalten.

 

Gewürze & (Heil-)Kräuter, wie Ingwer, Kurkuma, Petersilie, Basilikum und Rosmarin sind Allroundtalente. Die Wirkungen reichen von immunstärkend mit Antioxidantien, entzündungshemmend, mit ätherischen Ölen versehen, die Stress-Symptome lindern, verdauungsanregend, Senkung der Blutfettwerte, positiver Einfluss auf den Zuckerstoffwechsel bis hin zu stimmungsaufhellend und schleimlösend, was das Abhusten bei Erkältungen erleichtert.

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